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SAC_Jahrbuch_1878-1879.htm

570 F. Langhans.
Heer. «Die Urwelt der Schweiz.»
(2. Auflage. Zürich 1879.)
Von der zweiten, umgearbeiten und vermehrten Auflage dieses berühmt gewordenen Buches sind bis jetzt die 6 ersten Lieferungen erschienen. Ein Muster populär wissenschaftlicher Werke, entrollt es vor unsern Augen die Vorwelt, soweit sie sich in Thier- und Pflanzenformen und in der Vertheilung von Wasser und Land erkennen und darstellen lässt. Die Ver­steinerungen sind die Hieroglyphen, deren Verständniss uns die Urwelt erschliesst. Sie nehmen deshalb auch einen bedeutenden, fast zu grossen Kaum in dem Werke in Anspruch.
Das erste Kapitel beginnt mit der Steinkohlenzeit, aus deren einförmiger Flora die bei uns so seltenen Steinkohlen entstanden sind. Hierauf werden die salz­führenden Formationen beschrieben, die besonders zwischen Basel und Rheinfelden auftreten. Das dritte Kapitel enthält die hübsche Beschreibung der Liaszeit, von welcher uns die Versteinerungen in dem Mergel der Schambelen viele Aufschlüsse bringen. Das vierte Kapitel handelt von dem Jurameer mit seinen Korallen­bänken und Riffen. Auf seinem Grunde setzte sich, die Korallenbauten einhüllend, feiner Schlamm ab, der mit der Zeit bedeutende Mächtigkeit erreichte und jetzt, durch Druck und Alter verhärtet und aus dem Meere gehoben, den grössten Theil der Kalkfelsen bildet, aus denen die Voralpen, sowie viele Gipfel der Hoch­alpen selbst und der Jura bestehen. Nun folgt im fünften Kapitel die Kreideperiode. Ihre Produkte lagern sich über die Juraformation. Darüber liegt die untere tertiäre oder eocene Formation in der Schweiz durch die bekannten Schiefer von Matt, den Nummulitenkalk, den Flysch der Niesenkette und der Berra repräsentirt. In dieser Periode ist auch das Bohnerz des Bernerjura aus den Niederschlägen eisenhaltiger Quellen entstanden.

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