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SAC-Jahrbuch_1868.htm

638 Correspondenz.

wärts auch, so z. B. am Bosruck zu Spital in Oberösterreich, wo die Sonne am 13. und 14. Januar jeden Jahres schein­bar acht Mal auf und sieben Mal untergeht. (Vergl. geognost. Wanderer von K. Ehrlich, Linz 1852.)

A. Baltzer.

Correspondenz.

Piz Umbrail.

3034 Meter, 10113 Schweizerfuss.

Die Schatten der Nacht lagen noch dunkel im Veltlin und über den Bädern von Bormio, als wir auszogen in die schauerliche Schlucht des Braulio durch Tunnel und Ga­lerien an senkrechten Felswänden hin und über steile Hal­den im Zickzack empor, immer auf der prächtigen Strasse des Stelvio. Im Osten begann die trübdunkle Farbe des Nachthimmels einem glänzend durchsichtigen Blau zu wei­chen, das in immer grösseren Bogen nach Westen sich dehnte. Heller und heller strahlte der junge Tag und weckte in uns das Gefühl, als sei er nur auf den Höhen zu Hause, und wir seien der unten liegenden Nacht durch Steigen entronnen.

Drei Stunden von Bormio, bei der IV. Cantoniera, zugleich Wirthschaft, verlassen wir die Strasse und steigen nordwestlich über Weideterrassen mit Alpenrosen und Edel­weiss zum felsigen Gipfel des Umbrail empor, der sich als wildzerklüfteter Felsenkamm von Osten nach Westen hin­zieht und südlich in einer circa 1000 Fuss hohen Fels­wand senkrecht abstürzt, während auf der Nordseite der

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