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SAC-Jahrbuch_1868.htm

Maasplankjoch. 285

Anhang.

Brief an Herrn Hoffmann-Burkhardt,

Nachdem ich am Mittag des 25. August mit meinem diesjährigen Begleiter, dem jüngern Herrn Z. aus Schaff­hausen und den Brüdern Andreas und Johann von Weissenfluh als Führern auf Göscheneralp angelangt war, unternahmen wir am Nachmittag gemeinschaftlich eine Recognoscirung gegen den Kehlengletscher hin, um die Stelle, die wir uns zum Uebergang nach dem Triftgletscher ausersehen hatten, noch einmal genauer in Augenschein zu nehmen. Da sich der Himmel allmälig trübte, so zeigten die Uebrigen wenig Lust zu einem weiteren Vordringen. Ich ging daher allein zu dem Kehlengletscher, dessen prächtig gewölbtes und äusserst instructives Eisthor an und für sich schon dieses Ganges werth gewesen wäre, und überschritt den Gletscher, der hier mit hohem Mo­ränenschutt bedeckt ist, in der Richtung des Maasplank­firns. Leider erreichte ich meinen Zweck, die Uebergangsstelle zu Gesicht zu bekommen, nicht, denn undurchdring­liche Nebel hielten dieselbe stets umhüllt; dagegen wurde ich durch die höchst interessanten Beobachtungen über die Wolkenbildung der aus dem Gletscher heraufsteigenden Dünste und über die eigenthümliche Gestaltung des Glet­schers der, auf dem Boden, soweit man sehen konnte, einem Kellergewölbe gleich aufsass, reichlich entschädigt. Mit anbrechender Dämmerung ging ich zu meinen Leuten zurück ; wir waren in der wohl auch Ihnen bekannten Sennerei bei der Kapelle einquartirt ; aber die gute Hoff­nung, die wir noch bei der Ersteigung unseres hohen Nachtlagers in einem hohen Heuschober hegten, wurde uns fast gänzlich hinweggeschwemmt, als uns gegen 4 Uhr

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